📷 Bild: Wikimedia Commons
Schießplatz Kobylisy
ehemaliger Schießplatz in Prag; während der Nazi-Herrschaft Hinrichtungsstätte, seit 1975 Gedenkstätte
Der Schießplatz Kobylisy liegt im 8. Bezirk von Prag, im Stadtteil Kobylisy nördlich der Moldau. Er war ursprünglich ein Militärschießplatz und Hinrichtungsplatz während des Protektorats Böhmen und Mähren. Seit 1945 dient er als Gedenkstätte für die Massenerschießungen, die 1942 auf dem Gelände stattfanden. 1975 wurde er zur Gedenkstätte des antifaschistischen Widerstands umgewandelt und 1978 als nationales Kulturdenkmal anerkannt. Die Gedenkstätte erinnert an die Ermordung von fast 540 Menschen zwischen dem 30. Mai und dem 3. Juli 1942. Zu den Opfern gehörten prominente Persönlichkeiten wie der Schriftsteller Vladislav Vančura und der orthodoxe Bischof Matěj Pavlík. Das Gelände beherbergt ein Mosaik von Martin Sweet, ein Holzkreuz und eine Skulptur einer weinenden Frau von Miloš Zet. Zudem ist ein Vers des Dichters Miroslav Florian eingelassen, der die Opfer und den Widerstand symbolisiert. Die Gedenkstätte umfasst das ehemalige Areal der Stallungen und bietet Räume, Wege und Ausblicke auf die Umgebung. Besucher können die Denkmäler und Skulpturen bewundern, die die Geschichte der Massenerschießungen und des Widerstands vermitteln. Die Gedenkstätte ist Teil der Umgebung des Stadtteils Kobylisy und liegt in der Nähe des Krematoriums Strašnice.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Monument, Richtstätte, Gedenkstätte, Schießstand, Gedenktafel
- Ort
- Kobylisy
- Adresse
- Kobylisy
- Erbaut
- 1889
- Denkmalstatus
- Nationales Kulturdenkmal
In der Nähe
- Ládví626 m
- Gedenkstätte Operation Anthropoid1.6 km
- Vychovatelna1.7 km
- Šilboch1.7 km
- Ďáblický hřbitov1.3 km
- Dolní Chabry2.0 km
QR-Code