📷 Bild: Wikimedia Commons
Dvigrad
verlassene Ruinenstadt in der Gemeinde Kanfanar auf der kroatischen Halbinsel Istrien
Dvigrad ist eine verlassene Ruinenstadt in der Gemeinde Kanfanar im kroatischen Teil der Halbinsel Istrien. Der mittelalterliche Ort liegt im Draga-Tal und steht auf den Ruinen einer prähistorischen Siedlung. Er wurde 1631 verlassen, nachdem fast alle Einwohner flüchteten oder starben. Die Stätte gilt als Beispiel für die Symbiose von Sakral- und Profanbauten sowie Burg und frühurbaner Siedlung. Ursprünglich aus zwei Burgen entstanden, entwickelte sich eine festungsartige Siedlung mit etwa 1.000 Einwohnern, die erst Ende des 17. Jahrhunderts verlassen wurde. Die Geschichte von Dvigrad reicht bis in die Antike zurück, als die Illyrer das Gebiet besiedelten. Die Kroaten kamen im 7. Jahrhundert, und 879 wurde das Dorf erstmals urkundlich erwähnt. Im Mittelalter war Dvigrad ein bedeutendes Handelszentrum, das von verschiedenen Mächten wie den Karolingern, Ottonen und Venedig kontrolliert wurde. 1631 verließen fast alle Einwohner das Dorf, und bis 1714 war der Ort verlassen. Die Gebäude verfielen, und nur die ehemalige Burg blieb weitgehend erhalten. Heute ist Dvigrad ein Touristenziel, das seit 1997 als Kulturerbe geschützt wird. Es wurden umfangreiche Ausgrabungen durchgeführt, die Erkenntnisse über die Lebensbedingungen und die Funktion der Befestigungen lieferten. Das Gesamtareal gilt als einzigartiges Zeugnis einer mittelalterlichen Befestigungsanlage mit früher Siedlung. Forschungsarbeiten und Erhaltungsmaßnahmen werden weiterhin durchgeführt, um die Ruinen zu schützen und zu restaurieren.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Ruine
- Ort
- Kanfanar
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