Pitvaros
Gemeinde in Ungarn
Pitvaros ist ein Dorf im Kreis Makó, Csongrád-Közegyőr, im südlichen Teil der Großebene in Südungarn. Die Region wurde bereits im 9. Jahrhundert besiedelt, doch der Dorfname wurde erst im späten Mittelalter urkundlich erwähnt. Im 16. Jahrhundert wurde das Dorf und die umliegenden Siedlungen während eines türkischen Angriffs zerstört, und die Gegend blieb bis 1816 unbewohnt. Das Dorf wurde 1816 durch 175 lutherische Slowaken aus Nagylak repopuliert. Die Einwohner bauten zunächst zerstreut Hütten, bis die Habsburger Stadtplaner die Straßen in ein Gitternetz legten und die Dorfbewohner ihre Häuser in geordneten Grundstücken neu bauten. Bis zum Zweiten Weltkrieg war die Bevölkerung fast vollständig slowakisch. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor das Dorf durch einen Bevölkerungsaustausch zwischen Ungarn und der Tschechoslowakei fast zwei Drittel seiner Einwohner. Das Dorf umfasst eine Fläche von 13,14 km² und hatte 1579 Einwohner im Jahr 2008. Die Juden kamen erstmals im 19. Jahrhundert an, und bis 1854 lebten etwa 14 von ihnen im Dorf. Sie gründeten 1877 ein Friedhof, bauten aber keine Synagoge. Die Juden besuchten die Synagoge in Makó. Im März 1944 wurden sie in das Jüdische Ghetto in Makó gebracht und anschließend nach Auschwitz geschickt, wo sie alle starben.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Gemeinde in Ungarn
- Ort
- Kreis Makó
- Website
- https://www.pitvaros.hu/
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