SehenswürdigkeitWestdeutschland

LVR-Freilichtmuseum Kommern

Das LVR-Freilichtmuseum Kommern bei Mechernich sammelt seit seiner Eröffnung am 20. Juli 1961 ländliche Bauten aus dem Rheinland und setzt sie auf rund 110 Hektar neu zusammen. 79 historische Gebäude stehen inzwischen dort: Bauernhöfe, Mühlen, Werkstätten, Backhäuser und Gemeinschaftsbauten, die an ihren ursprünglichen Standorten dem Abriss zum Opfer gefallen wären. Damit gehört es zu den größten Freilichtmuseen Europas. Die Anlage ist in vier Baugruppen nach Landschaften geordnet: Westerwald und Mittelrhein, Eifel und Voreifel, Niederrhein sowie Bergisches Land. Wer von einer zur nächsten geht, wechselt nicht nur die Bauweise, sondern auch die Wirtschaftsform der jeweiligen Region. Der Zeitraum reicht vom 15. Jahrhundert bis in die Wirtschaftswunderjahre. Im jüngeren Museumsteil Marktplatz Rheinland geht es um Alltag und Kleinstadtleben ab den 1950er Jahren, unter anderem mit einem Quelle-Fertighaus und einer Notkirche nach einem Entwurf von Otto Bartning. Träger ist der Landschaftsverband Rheinland. Der Rundweg misst 3,6 Kilometer, sodass ein Besuch leicht einen halben bis ganzen Tag füllt; Teile der Wege sind rollstuhlgerecht. In den Häusern arbeiten Handwerker, auf den Weiden stehen alte Nutztierrassen, und Darsteller treten als historische Figuren auf. Zu den bekanntesten Terminen zählt der Jahrmarkt Anno Dazumal um Ostern.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.

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