Klusenplatz
Archäologischer Fundplatz in Niedersachsen
Der Klusenplatz liegt nördlich der A 30 an der Drievordener Straße bei Quendorf in der Samtgemeinde Schüttorf im niedersächsischen Raum. Er ist ein annähernd ovales Plateau mit einem Durchmesser von etwa 100 Metern, umgeben von zwei konzentrischen Gräben und einem niedrigen Wall. Die Anlage wird als St.-Antonius-Kapelle vermutet und wurde erstmals 1573 in der Bentheimer Karte erwähnt. Die Struktur zeigt Unterbrechungen im Westen, Süden und Osten. Die Ausgrabung von 1981 entdeckte im Zentrum der Anlage ein Bruchsteinfundament einer rechteckigen Kirche (7 × 6,5 m). Im Bereich des Baus sowie in den Gräben wurden Funde aus dem 14. bis 16. Jahrhundert gefunden, darunter Fliesenbruchstücke, Dachziegelreste und Metallteile. Die Anlage könnte als Pestkapelle gedient haben und für Leprakranken sowie Aussätzige genutzt worden sein. Auf dem Klusenplatz steht ein Steinkreuz, das aus anderer Stelle hierher verlegt wurde. Laut Überlieferungen könnte es für die Gefallenen des Dreißigjährigen Krieges oder einen von Heiden getöteten Mönch errichtet worden sein. Die Anlage ist heute ein Teil der archäologischen und historischen Landschaft der Region.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Samtgemeinde Schüttorf
In der Nähe
- Schwesternhaus Mariengarden, Schüttorf2.8 km
- Bismarckdenkmal Bad Bentheim6.7 km
- Heimathof Emsbüren6.6 km
- Burgmuseum Bad Bentheim6.7 km
- Burg Bentheim6.7 km
- Pulverturm6.7 km
QR-Code