📷 Bild: Wikimedia Commons
Einödhöhle
Höhle am Westrand des Wiener Beckens in Niederösterreich
Die Einödhöhle ist eine der größten erhaltenen jungtertiären Brandungshöhlen am Westrand des Wiener Beckens. Sie liegt auf 370 Metern Seehöhe am Südhang des Pfaffstättner Kogels bei Pfaffstätten, nördlich von Baden. Die Höhle ist durch mehrere Räume und Gänge geprägt, darunter die erste Halle, der Thronsaal, die Trümmerhalle, das steinerne Meer und der Fledermausgang. Sie wurde als Naturdenkmal nach dem Landesnaturschutzgesetz und dem Naturhöhlengesetz ausgewiesen. Die Höhle hat eine reiche Geschichte, die bis in die Urzeit zurückreicht. Sie wurde in der Antike und im Mittelalter genutzt und bot Schutz während der Türken- und Franzosenkriege. Im 19. Jahrhundert wurde sie für den Fremdenverkehr ausgebaut und 1925 als Schauhöhleneinrichtung eröffnet. In den letzten Kriegstagen diente sie als Unterschlupf für über 380 Bewohner. Seit 1982 ist sie als besonders geschützte Höhle ausgewiesen und für den öffentlichen Besuch verboten. Die Höhle besteht aus Dolomitgestein und hat mehrere Tagöffnungen. Der Eingang führt in die erste Halle, die durch Schichtfugen und Klüften geformt ist. Die Wände sind kulissenartig und oft durchbrochen. Im Norden des Rundganges gibt es einen Raum mit etwa fünf Metern Länge. Der Boden besteht aus sandigen Sedimenten und Blockwerk. Spuren der Reibsandgewinnung sind noch vorhanden. Die Höhle ist Teil der geschützten Höhlen Niederösterreichs.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Höhle
- Ort
- Pfaffstätten
- Denkmalstatus
- Geschützte Höhle in Niederösterreich
- Seehöhe
- 371 m
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