📷 Bild: Wikimedia Commons
Obere Burg
Burg in Euskirchen, Deutschland
Die Obere Burg in Kuchenheim, einem Stadtteil von Euskirchen, war eine Niederungsburg aus dem 14. Jahrhundert. Sie stand an der Grenze zum Herzogtum Jülich und hatte strategische Bedeutung. Von ihr sind ein dreigeschossiger Eckturm aus dem 15. Jahrhundert sowie Mauerfundamente, ein Brückenfundament und ein Burggraben erhalten. Die Burg war ursprünglich aus zwei Teilen mit Wassergraben getrennt und wurde im 11./12. Jahrhundert als Turmhügelburg errichtet. Die Burganlage war bis 1755 Kölner Lehen und wechselte zwischen Adelsfamilien. 1851 kaufte Jacob Koenen die Burg und nutzte sie für eine Papierfabrikation, die später zur Tuchfabrik ausgeweitet wurde. Die Fabrik beschäftigte bis 1958 über 1.024 Mitarbeiter. 1982 wurde sie geschlossen. 2001 erwarb der Landschaftsverband Rheinland das Gelände, um Ausgrabungen durchzuführen und ein Museumsgästehaus zu bauen. Heute ist die Burganlage mit einem modernen Brückenelement und einem wiederbefüllten Wassergraben sichtbar. Das Museumsgästehaus Mottenburg neben der Burg ermöglicht Schulklassen einen mehrtägigen Aufenthalt mit pädagogischen Programmen. Die Ziegelsteine des Gebäudes stammen aus dem Abriss der ehemaligen Tuchfabrik. Die Ausgrabungen und die Reste der Burg sind Teil des LVR-Industriemuseums Euskirchen – Tuchfabrik Müller.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Burg
- Ort
- Euskirchen
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