📷 Bild: Wikimedia Commons
Kuttenschloss
denkmalgeschützter Burgstall bei Martinsreuth, Bayern
Das Kuttenschloss, auch Turmhügel Martinsreuth genannt, war ein befestigtes Gebäude nordnordöstlich von Martinsreuth in der kreisfreien Stadt Hof in Oberfranken. Es lag am Waldrand an der ehemaligen Bundesstraße 2 zwischen Konradsreuth und Hof. Der Standort ist als Bodendenkmal geschützt und liegt im Einzugsbereich der Stadt Hof. Das Gelände ist stark bewachsen, mit nur noch erkennbaren Bodenunebenheiten. Das Kuttenschloss wird in der Standardliteratur als Burg angesehen, doch es gibt keine schriftlichen Quellen dafür. Es soll um 1350 errichtet worden sein und im 15. Jahrhundert verfallen sein. Norbert Goßler vermutet, dass es ein befestigtes Lagergebäude des Hofer Spitals war, das im Tagebau umgeben war. Flurnamen wie Kutte oder Kaute belegen die Verbindung zum Bergbau. Das Gelände um das Kuttenschloss ist heute kaum noch erkennbar, da es nach 1933 fast vollständig eingeebnet wurde. Es liegt an einem Sporn, der leicht nach Westen zu einer feuchten Niederung eines Baches abfiel. An der Außenseite eines quadratischen Grabens mit 23 Meter Seitenlänge fanden sich 1933 noch Wallreste. Die Flur- und Geländenamen zeigen, dass der Bereich bis ins 14. Jahrhundert intensiv genutzt wurde.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Konradsreuth
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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