📷 Bild: Wikimedia Commons
Baudenkmal D-4-63-000-182 in Coburg im Ortsteil Coburg
Judentor, hochmittelalterlicher Torturm des inneren Befestigungsringes, geschwungene, verschieferte Kuppelhaube mit Laterne, 1721.
Das Judentor ist ein erhaltenes Stadttor in Coburg und Teil des inneren Stadtmauerringes. Es lag im Westen des Stadtzentrums und grenzte die Altstadt ab. Der Torturm stand an der Hochwassergrenze der Itz und war ursprünglich mit einem äußeren Torhaus versehen, das 1858 abgebrochen wurde. Das Tor wurde im 14. und 15. Jahrhundert von der jüdischen Gemeinde Coburg genutzt und war Teil der Judengasse. Das Judentor hat einen rechteckigen Grundriss mit einer Höhe von 33,8 Metern und einer Durchfahrt, die 3,7 Meter breit und 5,0 Meter hoch ist. Im Inneren des Turms befand sich ein Renaissancewappen und ein Spitzbogenfenster. 1721 erhielt der Turm eine welsche Haube mit Laterne und Uhrengaube, sowie ein Uhrwerk und zwei Glocken. Die größere Glocke wurde 1722 gegossen und hat einen Durchmesser von 68 Zentimetern. Der Turm wurde 1901 mit einer Spindeltreppe und einer Holzgalerie versehen. Die Glocken wurden im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen, die kleinere wurde später durch eine Kopie ersetzt. Das Judentor war Teil der Befestigungsanlagen, die ab 1776 abgebrochen wurden. Der Turm wurde 1899 freigelegt und war bis 1900 Teil der Stadtmauer.
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- Art
- Torturm
- Ort
- Coburg
- Adresse
- Judenturm
- Denkmalstatus
- Baudenkmal in Bayern
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