📷 Bild: Wikimedia Commons
Ansitz Judenhof
Denkmalgeschütztes Objekt in Goldegg im Pongau (24024)
Der Ansitz Judenhof liegt im Ortsteil March der Gemeinde Goldegg im Pongau, im Bezirk St. Johann im Pongau von Salzburg. Er war einst ein erzbischöfliches Ritterlehen und wurde erstmals 1429 erwähnt. Die Bezeichnung Judendorf stammt aus dem frühen Mittelalter und war vermutlich eine Niederlassung jüdischer Kaufleute an einer alten Handelsroute. Im 17. Jahrhundert verlor der Ort an Bedeutung, als die Handelsstraße durch das Salzachtal verlegt wurde. Der Ansitz war bis ins 17. Jahrhundert in verschiedenen Händen, bis er 1632 an Absalom Mayrhofer verkauft wurde. Die Geschichte des Gebäudes reicht bis in das 16. Jahrhundert zurück, und die Goldegger Stube, ein Teil der Inneneinrichtung, wurde 1606 gebaut und 1883 ins Museum Salzburg überführt. Der Bau hat ein Krüppelwalmdach, zwei runde Eckerker und ist im Inneren mit Gewölben versehen. Der Ansitz Judenhof ist ein typisches Beispiel für ein salzburgerländisches Ansitzgebäude. Die Goldegger Stube, ein Zirbenholzraum mit reichen Intarsien und einer himmelsgleichen Kassettendecke, ist ein Highlight. Der Raum wurde 1883 ins Museum Salzburg überführt und 2016 wieder aufgestellt. Die Inneneinrichtung wurde 1878 durch einen Brand teilweise zerstört, wodurch die Kegeldächer der Eckerker verschwanden.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Ansitz
- Ort
- Goldegg im Pongau
- Adresse
- March 1
- Denkmalstatus
- Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
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