📷 Bild: Wikimedia Commons
Böhmische Hofkanzlei
Historische Behörde der Habsburgermonarchie
Die Böhmische Hofkanzlei war eine historische Verwaltungsbehörde der böhmischen Länder, die 1527 von Kaiser Ferdinand I. gegründet wurde. Sie war zugleich Amtssitz der Behörde am Judenplatz in der Wiener Innere Stadt. Die Kanzlei verwaltete die Angelegenheiten des Königreichs Böhmen und der damit verbundenen Ländergruppe, wobei der Oberstkanzler sowohl königlicher als auch landespolitischer Beamter war. Sie war bis 1749 bestehend, bis sie aufgelöst und in neue Behörden übernommen wurde. Die Hofkanzlei war zentral für die Verwaltung und Justiz im Königreich Böhmen. Sie wurde 1628 am Graben, ab 1662 in der Wipplingerstraße untergebracht und erhielt bis 1714 ein neues Palais nach Plänen von Johann Bernhard Fischer von Erlach. Das Gebäude stand im ehemaligen Judenplatz-Gebiet und wurde später durch Erweiterungen bis zur Rückfront zum Judenplatz vergrößert. Es war bis 1782 auch Sitz der Obersten Justizstelle und wurde im 19. Jahrhundert mehrfach umgebaut. Heute beherbergt es den österreichischen Verwaltungsgerichtshof.
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- Art
- Palast, Kanzlei, Verwaltungsgebäude
- Ort
- Innere Stadt
- Adresse
- Judenplatz 11
- Denkmalstatus
- Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
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