📷 Bild: Wikimedia Commons
Burg Schwarzwald
Burgruine in Deutschland
Die Burg Schwarzwald war eine mittelalterliche Befestigung auf einem schmalen Berggrat oberhalb des Ortsteils Schwarzwald im Thüringer Wald. Sie lag im Zentrum des Ortsteils Schwarzwald der Gemeinde Luisenthal auf einem Bergsporn mit einer Höhe von 519 Metern über dem Meeresspiegel. Die Anlage war durch Steilhänge und Gräben geschützt und erstreckte sich über etwa 250 Meter Länge und 20 bis 40 Meter Breite. Der Zugang führte über einen Hohlweg und einen Halsgraben, der noch heute erkennbar ist. Die Burg war Teil einer wichtigen Handels- und Heerstraße nach Oberhof und wurde ab dem 14. Jahrhundert als Verwaltungszentrum genutzt. Sie gehörte ab 1290 den Grafen von Kevernburg und wurde später von verschiedenen Adelsgeschlechtern übernommen. Die Stadt Erfurt versuchte 1302 den Besitz zu erwerben, scheiterte aber. Die Burg wurde von den Thüringer Landgrafen übernommen und diente als Vogtei. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde sie aufgegeben und als Steinbruch genutzt. Ab 1920 wurde sie durch Spazierwege und Aussichtspunkte zugänglich gemacht. Die Burganlage umfasst heute nur noch geringe Spuren, darunter Mauerreste, Gräben und eine Erläuterungstafel des Heimatvereins. Im Westteil der Burg steht ein Denkmal für den Deutsch-Französischen Krieg. Die Burgstelle ist ein geschütztes Bodendenkmal und wird touristisch sowie forstwirtschaftlich genutzt. Die Ruine ist Teil der Landschaft und bietet Ausblicke auf das Ohratal und die umliegenden Gebirgsregionen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Burg
- Ort
- Luisenthal
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