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Bingium
archäologische Stätte in Deutschland
Bingium war die römische Bezeichnung für Bingen am Rhein. Die Stadt lag strategisch an der Römerstraße zwischen Trier und Mainz, an der Einmündung der Nahe in den Rhein. Hier entstand um 13/12 v. Chr. ein Kastell von Drusus, das später zur Zivilsiedlung wurde. Die römische Präsenz wird durch Funde und literarische Erwähnungen belegt, darunter die Notitia dignitatum und Grabsteine römischer Soldaten. Die römische Zivilsiedlung profitierte von guter Anbindung an Handelsrouten und war bis Mitte des 4. Jahrhunderts regional bedeutend. Die Stadt wurde nach Germaneneinfällen im Jahr 359 durch eine Mauer geschützt. In der Krypta von St. Martin wurde ein antiker Altar gefunden, der auf einen möglichen Tempel an dieser Stelle hinweist. Zudem gab es eine römische Pfahlrostbrücke, die den Verkehr über die Nahe sicherte. Die Stadt war ein Zentrum der römischen Militärpräsenz mit mehreren Befestigungsanlagen und Nekropolen. In Bingerbrück wurden Grabsteine mit detaillierten Darstellungen römischer Waffen und Kleidung gefunden. Die Christianisierung setzte im 5. und 6. Jahrhundert ein, wie durch Grabinschriften belegt. Die römische Geschichte von Bingen ist durch archäologische Funde und historische Quellen gut dokumentiert.
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- Art
- Archäologische Stätte, historische Stadt
- Ort
- Rheinland-Pfalz
In der Nähe
- Bingen am Rhein5 m
- Burg Klopp132 m
- Kapuzinerkloster St. Laurentius, Bingen167 m
- Basilika St. Martin, Bingen am Rhein209 m
- Stefan-George-Museum217 m
- Bingen (Rhein) Hauptbahnhof326 m
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