Dominikanerkloster Magdeburg (Paulinerkloster)
ehemalige Niederlassung des Dominikanerordens in Magdeburg
Das Dominikanerkloster Magdeburg war eine Niederlassung des Dominikanerordens auf der Westseite des Breiten Wegs, südlich der historischen Altstadt. Die Anlage umfasste das Paulinerkloster, das Domkeller und weitere Gebäude. Die Klosterkirche St. Pauli wurde im 13. Jahrhundert errichtet und bis 1540 genutzt. Sie war 49 Meter lang, 18,2 Meter breit und hatte eine Wandhöhe von 13,8 Metern. Die Kirche stand bis 1525 unter dem Einfluss der Reformation, bis sie geschlossen und später zerstört wurde. Das Kloster spielte im 13. Jahrhundert eine bedeutende Rolle als Zentrum der sächsischen Dominikanerprovinz. Es war Sitz des studium generale und verband sich mit prominenten Persönlichkeiten wie dem Mystiker Wichmann von Arnstein und dem Reiseberichter Burchardus de Monte Sion. Im 16. Jahrhundert wurde die Kirche nach einem Brand 1693 wiederhergestellt, wobei sie als Domschule genutzt werden sollte. Die Kirche wurde 1698 an die Deutsch-reformierte Gemeinde verkauft, die sie bis 1900 nutzte. Die Paulinerkirche war zweischiffig und hatte eine gotische Ausführung mit Pfeilern und Fenstern. Im Inneren gab es drei Schiffe, die durch ein Hängewerk überspannt wurden. Die Kirche stand bis 1895 in Nutzung, bis sie schließlich als Ruine zurückblieb. Die umliegenden Gebäude wie das Rochsche Haus und das Domkeller blieben erhalten. Die Lage des Klosters beeinflusste das Stadtbild und war bis ins 17. Jahrhundert Teil der Magdeburger Geschichte.
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- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft, Liste der Dominikanerklöster
- Ort
- Magdeburg
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