📷 Bild: Wikimedia Commons
Mélacturm
Turm in Deutschland
Der Mélacturm, auch Schlurgerturm genannt, ist ein 16. Jahrhundert aus dem Stein errichteter Turm auf dem Ailenberg bei Rüdern, Esslingen am Neckar. Er wurde im Jahr 1574 von Michael Fladenesser und Jacob West gebaut und diente als „Lustheußlin“ und Zier der Stadt. Der Turm besteht aus drei Steingeschossen und einem Holzaufbau mit Kegeldach. Vermutlich stand zuvor ein älterer reichsstädtischer Wartturm an der Stelle, aus dem die Württemberger Stammburg beobachtet werden konnte. Die Sage um den Turm entstand im Zuge des Pfälzischen Erbfolgekriegs, als französische Truppen Esslingen besetzten. Laut einer Legende soll ein Mädchen den Offizier Ezéchiel de Mélac bei dem Turm zum Rendezvous getroffen haben und so die Zerstörung der Stadt verhindert haben. Im 19. Jahrhundert wurden die Erzählungen in literarischen Bearbeitungen weitergeführt. Die Sage wurde in verschiedenen Versionen weitergeschrieben, wobei sie oft patriotische oder biblische Bezüge aufwies. Der Turm ist ein Teil der Landschaft am Ailenberg und umgeben von Weinbergen. Der Name „Schlurgerturm“ könnte mit der Sage verbunden sein, da der Weinberggeist Schlurker ähnliche Merkmale mit der Wilden Jagd teilt. Der Turm steht in der Nähe des Fürstengrabes vom Ailenberg und ist ein Teil der kulturellen Geschichte Esslingens. Die Sage um den Turm wurde in späteren Werken wie dem von Manfred J. Schmitz weiter aufgegriffen.
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- Art
- Turm
- Ort
- Esslingen am Neckar
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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