📷 Bild: Wikimedia Commons
Schloss Nordkirchen
Schloss im Münsterland, Deutschland
Schloss Nordkirchen liegt in der Gemeinde Nordkirchen im Kreis Coesfeld und ist die größte Barockresidenz Westfalens. Es wurde zwischen 1703 und 1734 als Dreiflügelanlage erbaut und gilt als „westfälisches Versailles“. Die Anlage umfasst das Schloss, den Schlosspark, die Oranienburg und die Orangerie. Die Residenz war einst die Wohnstätte der Fürstbischöfe von Münster und zählt heute zu den bedeutendsten barocken Bauwerken des Landes. Das Schloss war bis 1813 im Besitz der Familie von Plettenberg und wurde im 18. Jahrhundert zu einer repräsentativen Residenz umgebaut. Die Bauarbeiten wurden von Gottfried Laurenz Pictorius und Johann Conrad Schlaun geleitet. Der Schlossgarten war berühmt und zählt zu den größten in Europa. Nach dem Tod von Ferdinand von Plettenberg 1737 geriet die Familie in finanzielle Schwierigkeiten, was den Zustand des Schlosses beeinträchtigte. Die Anlage beherbergt heute die Hochschule für Finanzen Nordrhein-Westfalen und ist für Besucher zugänglich. Einige Räume können im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Der Schlosspark ist öffentlich zugänglich, und die Schlosskapelle kann für Trauungen genutzt werden. Die Anlage ist Teil der 100-Schlösser-Route und wurde von der UNESCO als „Gesamtkunstwerk von internationalem Rang“ anerkannt.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Palast, Schloss, Gutshof
- Ort
- Nordkirchen
- Adresse
- Schloß 1, 59394 Nordkirchen
- Erbaut
- 1703
- Architekt
- Johann Conrad Schlaun
- Denkmalstatus
- Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
- Seehöhe
- 67 m
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