📷 Bild: Wikimedia Commons
Blexer Schanze
nicht erhaltenes Festungsbauwerk zum Schutz der Wesermündung in Blexen
Die Blexer Schanze war eine französische Festungsanlage am Weserufer in Blexen, Nordenham. Sie lag 750 Meter nordöstlich der Blexer Kirche und war Teil der fünf „Franzosenschanzen“ Butjadingens. Die Anlage hatte einen nahezu quadratischen Bau mit drei Bastionen, einem Blockhaus und einem Graben. Sie wurde 1810 unter dem Kommandanten Bernadotte errichtet, um die Wesermündung zu überwachen und Schmuggel zu verhindern. Die Schanze spielte eine zentrale Rolle im Aufstand gegen die französische Besetzung 1813. Die Blexer Küstenkanoniere revoltierten und vertrieben die Franzosen. Die Schanze wurde von den Engländern nicht übernommen, und die Franzosen eroberten sie später zurück. Dabei wurden zehn deutsche Männer vor der Kirche erschossen. Die Anlage wurde später zu einem Fort ausgebaut und 1813 von russischen Truppen befreit. Heute ist die Schanze verfallen und nur noch unter dem Erdboden vorhanden. Sie ist Gegenstand der Archäologie. Ein Gedenkstein an der Blexer Kirche erinnert an die Erschießung der Männer 1813. Die Anlage wurde im 20. Jahrhundert durch Aufspülungsarbeiten verdeckt und ist heute nicht mehr sichtbar.
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- Art
- Fort
- Ort
- Nordenham
- Erbaut
- 1810
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