📷 Bild: Wikimedia Commons
Palatium (Posen)
Palast in Polen
Das Palatium in Posen war eine Residenz der Herzöge und später Könige von Polen. Es stand auf der Dominsel über der Warthe und war eines der ersten Steingebäude Polens. Das Gebäude wurde möglicherweise von Mieszko I. als Residenz errichtet und war mit Wohnräumen, einem Repräsentationssaal und einer Kapelle ausgestattet. Die Kapelle entstand erst nach der Christenheitserklärung Mieszkos im Jahr 966. Das Palatium wurde 1039 durch den böhmischen Herzog Břetislav I. zerstört. Kasimir I. Karl verlegte den Herrschaftssitz nach Krakau und ließ das Palatium nicht wieder aufbauen. Die Kapelle wurde von Kasimirs Ehefrau Maria Dobroniega restauriert, später auch das Palatium selbst. Ab 1138 diente es als Regierungssitz der Großpolnischen Linie der Piasten, bis Przemysł I. 13. Jahrhundert ins Schloss in der Altstadt umzog. Heute befindet sich ein großer Teil des Palatiums unter der Marienkirche, die aus der ursprünglichen Kapelle hervorging. An der Kirche wurde ein Umriss des Palatiums rekonstruiert. Die Dominsel, auf der das Palatium stand, liegt in der Altstadt von Posen und ist Teil der historischen Landschaft der Stadt. Die Lage des Palatiums war strategisch, da es über der Warthe lag und somit einen guten Ausblick auf die Umgebung bot.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Palast
- Ort
- Posen
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