📷 Bild: Wikimedia Commons
Fort Zorndorf
Befestigungsanlage in Polen
Fort Sarbinowo, bekannt als Fort Zorndorf, ist einer der vier Forts um die Festung Kostrzyn und liegt in Kostrzyn nad Odrą an der Sportowej Straße in Richtung der Siedlung Sarbinowo. Es wurde im Zeitraum 1883–1889 errichtet und aus Kalkstein gebaut, was seine Schlagkraft begrenzte. 1889–1890 wurde es durch eine zusätzliche Betonwandschicht verstärkt, doch die rapide Entwicklung der Artillerietechnik führte zu einer ständigen Abnahme seiner Kampfwertigkeit. Der Fort war in der Ersten Weltkrieg nicht beteiligt, diente aber als Gefängnis für Gefangene, darunter den französischen Flieger Roland Garros und den späteren sowjetischen Marschall Michaił Tuchaczewski. Während des Zweiten Weltkriegs wurde es als Munitionsfabrik genutzt, und nach Kriegsende diente es zur Entsorgung von Munition, was Teile der Anlage zerstörte. 2006 wurde es im Rahmen des Projekts „Baltic Fort Route“ in die Kulturdenkmale eintragen. Der Fort ist das auffälligste der vier Forts um die Festung Kostrzyn und war mit 24 Geschützen ausgestattet. Die Besatzung umfasste etwa 600 Soldaten, darunter Infanterie, Artillerie, Sapper und Hilfsdienste. Es besaß zwei Wallanlagen, eine für die Artillerie und eine für Schützen, sowie eine trockene Grube mit 6,5 m Tiefe, 10,6 m Breite und 1082 m Länge. Der Fort wurde nie im Kampf eingesetzt.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Baudenkmal, Fort
- Ort
- Kostrzyn nad Odrą
- Denkmalstatus
- unbewegliches Denkmal (Polen)
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