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Klosterather Hof
früheres Abtei-Niederlassung (Refugium) und späteres Wohn- und Fabrikationsgebäude in Aachen, Nordrhein-Westfalen
Der Klosterrather Hof war ein ehemaliger Klosterhof und späterer Wohn- und Fabrikationskomplex in der Eilfschornsteinstraße in Aachen. Er war seit 1536 das Stadthaus der Abtei Klosterrath und wurde nach dem Stadtbrand von Aachen 1660 erweitert. Bis 1786 entstand unter dem Barockbaumeister Joseph Moretti ein neues Hoftor, das bis heute erhalten bleibt. Der Hof wurde 1802 an den Nadelfabrikanten Laurenz Jecker verkauft, der eine moderne Nadelfabrik mit etwa 150 Mitarbeitern und jährlich über einer Million Stecknadeln einrichtete. Später wurde das Unternehmen von den Schervier-Brüdern übernommen, die es bis 1845 alleinigen Eigentümer Johann Heinrich Schervier überließen. Nach dem Tod Scherviers 1896 ging das Grundstück an die Familie Hock, die es 1910 an den Maschinenfabrikanten A. Schiffers verkaufte. Der Klosterrather Hof wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und danach weitgehend beseitigt. Die Grundstücke wurden vom Land Nordrhein-Westfalen an die RWTH Aachen übergeben, die ein Hörsaalgebäudekomplex errichtete. Der 1786 errichtete Torbogen blieb erhalten und ist heute Teil der Freiflächengestaltung. Studenten erzählen sich, dass das Tor Unglück bringe, weshalb viele es umgehen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kloster, Wohngebäude
- Ort
- Aachen
- Denkmalstatus
- Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
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