Franziskanerkloster Lügde
Kloster in Deutschland
Das Franziskanerkloster Lügde war eine Niederlassung der Franziskanerobservanten in der Stadt Lügde, Kreis Lippe, Nordrhein-Westfalen. Es bestand von 1735 bis 1812 und war mit dem Patrozinium des heiligen Liborius verbunden. Der barocke Gebäudekomplex entstand zwischen 1749 und 1756 nach Entwürfen von Franz Christoph Nagel und ist weitgehend erhalten. Das Kloster war ein Zentrum der Seelsorge und Missionierung in den angrenzenden protestantischen Gebieten. Es hatte drei Patres und bis zu fünf Laienbrüdern, die sich um die Betreuung der Gemeinde und karitative Tätigkeiten kümmerten. Die Franziskaner unterhielten eine Volksschule, boten Lateinunterricht an und sorgten für die Versorgung des Klosters. Die Aufhebung 1812 führte zur Verkauf der Gebäude, die später als Krankenhaus und Altenheim genutzt wurden. Nach der Aufhebung diente die Klosterkirche als Krankenhaus und wurde 1859 von der Pfarrei übernommen. Heute ist der Komplex ein multifunktionaler Raum mit Pfarr- und Jugendheim, Bücherei, Kindergarten und Seniorentagesstätte. Er bietet Raum für kulturelle Veranstaltungen und ist ein Teil der lokalen Gemeinde.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Lügde
- Erbaut
- 1735
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