📷 Bild: Wikimedia Commons
Burgstall Spies
archäologische Stätte in Deutschland
Der Burgstall Spies liegt auf der 616,4 m ü. NN hohen Kuppe des Spieser Schlossberges, nördlich des Dorfes Spies und etwa fünf Kilometer südlich von Betzenstein. Er ist Teil der Frankenalb und umgeben von weiteren mittelalterlichen Burgen wie Riegelstein und Wildenfels. Die Anlage war einst eine Höhenburg mit Ober- und Unterburg sowie einer Vorburg, die durch Mauerreste und einen verflachten Burggraben teilweise erhaltene Spuren zeigt. Die Burg war im 12. Jahrhundert von den Herren von Spies genutzt, bis sie 1346 an Hartmann von Waizmannsdorf verkaufte. Sie wurde mehrfach zerstört, zuletzt 1553 im Zweiten Markgrafenkrieg. Die letzte Erwähnung erfolgte 1618 als „Steinhaufen“. Die Burganlage wurde später als Steinbruch genutzt, wodurch die Steine abgetragen wurden. Heute sind nur Mauerreste und der Halsgraben erhalten. Der Burgstall ist von Spies aus über einen Spielplatz erreichbar. Die Gipfelfelsen bieten einen weiten Ausblick über die Frankenalb. Die Anlage besteht aus einem Felsriff, dem Halsgraben, einer Vorburg, einer Unterburg und einer Oberburg. Auf der Südseite war der Zugang, und es gibt Hinweise auf ein Torbau, eine Zisterne und mögliche Gebäude. Die Karte von Johann Christoph Stierlein aus 1792 zeigt die Anlage detailliert.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte, Burgstall, Bodendenkmal
- Ort
- Betzenstein
- Denkmalstatus
- Bodendenkmal in Bayern
- Seehöhe
- 614 m
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