Køkkenmødding von Groß-Dunsum
archäologische Stätte in Deutschland
Der Køkkenmødding von Groß-Dunsum liegt auf der Geest der Insel Föhr in Schleswig-Holstein, nördlich von Groß-Dunsum, in der Nähe des Seedeiches. Es handelt sich um eine mehrere Hektar große archäologische Fundstelle, die aus einem mehrschichtigen Abfallhaufen aus Muschelschalen besteht. Der Westteil wurde durch Abgrabungen zerstört, während im Osten eine Schichtstruktur mit verschiedenen Schichten und Schichtenpaketen erkennbar ist. Die Funde aus dem Køkkenmødding zeigen, dass die Stelle in die vorrömische Eisenzeit (800–450 v. Chr.) datiert wird. In einer jüngeren Schicht wurde ein Haus mit Steinpflaster und Herdstelle freigelegt, das offenbar lange bestand. Die Grabung von 1953 ergab ein über zwei Meter mächtiges Schichtpaket mit verschiedenen Schichten, darunter Spuren von Geestlehm, Asche und Holzkohle. Pfostenlöcher und Feldsteinpflaster wurden in allen Ebenen gefunden, was auf eine bäuerliche Kultur hinweist. Im Bereich des Suchgrabens wurden Schalennester mit verschiedenen Muschelsorten entdeckt, die auf unterschiedliche Wattflächen zurückgehen. Zudem wurden Reste von Haustieren, vor allem Rindern, sowie Mahlsteine gefunden, was auf Ackerbau hinweist. Die Keramik der Stelle ist in die Zeit um 50 v. Chr. bis 50 n. Chr. zu datieren. Die typologische Entwicklung der Gefäße wird durch die Langlebigkeit des Typs Lauingen erklärt, der von etwa 350 bis 50 v. Chr. in Gebrauch war.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Schleswig-Holstein
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