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Franziskanerkloster Marburg
ehemaliges Kloster, Gebäude der Philipps-Universität Marburg
Das Franziskanerkloster Marburg, auch Barfüßerkloster genannt, war eine Niederlassung des Franziskanerordens am südwestlichen Rand der Altstadt von Marburg. Es wurde erstmals 1235 urkundlich erwähnt und stand unter der Patronatschaft der Apostel Petrus und Paulus. Die Ansiedlung der Franziskaner könnte mit der Tätigkeit der heiligen Elisabeth in der Stadt verbunden sein. Das Kloster wurde 1528 aufgelöst, als die Reformation in Hessen eingeführt wurde. Die Gebäude wurden später von der Marburger Universität genutzt. Die Geschichte des Klosters reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Im Spätmittelalter war es ein bedeutender Wirtschafts- und Kulturzentrum, das mit Schenkungen und Gütern ausgestattet war. Die Auseinandersetzungen um die Klosterreform führten zu einem langen Streit zwischen den Konventualen und Observanten. Landgraf Wilhelm III. setzte die strengen Regeln der Observanz durch, was zu weiteren Konflikten führte. Die Reformation brachte schließlich die Auflösung des Klosters im Jahr 1528 ein. Im heutigen Marburg sind die ehemaligen Klostergebäude als Teil der Universität erhalten. Die Klosterkirche stand an der Stelle des heutigen Instituts für Leibesübungen. Die Konventsgebäude waren um einen Kreuzgang angelegt und wurden mehrfach umgebaut. Der Südflügel des ehemaligen Klosters wird heute als Institutsgebäude genutzt, während die Kirche abgerissen wurde und nur die Südwand übrig blieb.
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- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Marburg
- Erbaut
- 1235
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Hessen
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