Votivkirche

📷 Bild: Wikimedia Commons

SehenswürdigkeitWienBezirk 9., Alsergrund

Votivkirche

Kirchengebäude in Wien

Die Votivkirche steht an der Ringstraße im Alsergrund von Wien und ist ein neogotischer Sakralbau. Sie wurde 1856 bis 1879 errichtet, als Votivgabe für das misslungene Attentat auf Kaiser Franz Joseph I. 1853. Mit einer Höhe von 99 Metern ist sie die zweithöchste Kirche Wiens und wird auch als „Ringstraßendom“ bezeichnet. Der Bau begann auf einem Grundstück im Glacis der Alservorstadt und wurde durch Kaiser Franz Joseph und Kardinal Rauscher eingeweiht. Die Kirche ist eine dreischiffige Basilika mit einem Chorumgang und einem Kapellenkranz. Der Chor liegt im Westen, das Hauptschiff ist neun Joch lang, das Querschiff sieben Joch. Die Fassaden und der Innenraum sind durch eine vertikale Dreiteilung und eine sorgfältige Entsprechung der Elemente geprägt. Die Türme sind aus Sandstein und bilden oben ein durchsichtiges Gerippe. Die Kirche ist ein bedeutendes neugotisches Sakralbauwerk und wurde 2023 nach umfangreichen Renovierungen wiedereröffnet. Im Inneren der Kirche gibt es zahlreiche Kapellen und Altäre, darunter die Bischofs-, Rosenkranz-, Kreuz- und Taufkapelle. Der Hochaltar besteht aus einem Ziborium und einem Retabulum, die von Joseph Gasser entworfen wurden. Die Fenster wurden ursprünglich von bedeutenden Malern gestaltet, während die Restaurierung nach dem Zweiten Weltkrieg eine Neugestaltung erforderte. In der Kreuzkapelle befindet sich ein Glasfenster zum Thema Franz Jägerstätter, das 1972/73 eingefügt wurde.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Katholische Pfarrkirche, Votivkirche, Katholisches Kirchengebäude
Ort
Alsergrund
Erbaut
1853
Baustil
Neogotik
Architekt
Heinrich von Ferstel
Denkmalstatus
Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
Quellen:Votivkirche (CC0-1.0)

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