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Kleinkastell Werthausen

archäologische Stätte in Deutschland

Das Kleinkastell Werthausen war eine römische Grenzbefestigung am Niedergermanischen Limes, der 2021 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt wurde. Es liegt in Werthausen, einem Ortsteil von Hochemmerich im Duisburger Stadtbezirk Rheinhausen. Das Kastell überwachte das Mündungsgebiet der Ruhr und war von strategischer Bedeutung, da es eine potenzielle Ausfallspforte für germanische Überfälle darstellte. Es wurde nach dem Abzug des Auxiliarlagers Asciburgium um 83/85 n. Chr. errichtet und bis zur Mitte des dritten Jahrhunderts genutzt. Das Kastell war in Form eines schwach verschobenen Rechtecks angelegt und umgeben von einer 1,2 bis 1,3 m breiten Wehrmauer. Die Anlage hatte eine Nutzfläche von knapp 0,17 ha und enthielt zwei Eingänge, die durch eine Lagerstraße verbunden waren. Auf jeder Seite der Straße befanden sich vermutlich langgestreckte Mannschaftsbaracken. In der Mitte der Straße lag eine Zisterne. Die Truppe, die dort stationiert war, war vermutlich eine Vexillatio mit maximal 160 Mann, die aus dem nahegelegenen Legionslager Vetera II stammte. Das Kastell war Teil der römischen Grenzverteidigung und übernahm Funktionen des Alenkastells in Asciburgium. Es wurde um die Mitte des dritten Jahrhunderts aufgelassen und ist heute als Bodendenkmal geschützt. Das Fundmaterial aus Rheinhausen befindet sich im Kultur- und Stadthistorischen Museum Duisburg. Die Anlage liegt am südlichen Ende des Essensberger Bruchs, eines verlandeten Rheinarms, und war im Essenberger Mäander am rechten Rheinufer angesiedelt.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
römisches Militärlager, Archäologische Stätte, Römisches Bauwerk
Ort
Duisburg
Denkmalstatus
Teil einer UNESCO Welterbestätte

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