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Schillingscapellen

Kloster in Deutschland

Schillingscapellen war ein ehemaliges Damenstift, das 1197 gegründet und 1802 aufgelöst wurde. Es lag am Westhang der Ville, etwa einen Kilometer südöstlich von Dünstekoven in der Gemeinde Swisttal im Rhein-Sieg-Kreis. Das Kloster gehörte zur Diözese Köln und wurde zunächst von Prämonstratenserinnen bewohnt, später von Augustinerchorfrauen. Heute dient das ehemalige Klostergebäude als landwirtschaftliches Gut und Wohnhaus, das Gut Capellen. Das Kloster war ein bedeutender Wallfahrtsort, bekannt vor allem für die Marienstatuen, darunter die „Rosa mystica“. Diese Statue wurde 1806 in die Pfarrkirche Buschhoven gebracht und wird heute bei der Maria-Rosenfahrtskirche verehrt. Zudem gab es eine weitere, künstlerisch wertvolle Marienstatue, die im Kapitelsaal aufbewahrt wurde. Das Kloster besaß auch eine Brauerei, eine Brennerei und eine Getreidemühle, die vom Buschbach und dem Wasser der Swist angetrieben wurden. Die Gebäude sind heute weitgehend erhalten, mit Ausnahme der Stiftskirche und der Wassermühle. Die Anlage umfasst heute mehrere Wohneinheiten, die aus dem ehemaligen Klostergebäude entstanden. Südwestlich der Gebäude liegen die Fischteiche, die vom Buschbach gespeist werden, sowie ein Waldstück unter Naturschutz. Die ehemalige Klostermauer und das Eingangstor sind noch vorhanden. Der Wassergraben, der Wasser von der Swist heranführte, ist teilweise erhalten. Die Anlage wurde in den 1990er-Jahren saniert und umgebaut.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Kloster, religiöse Gemeinschaft
Ort
Swisttal
Denkmalstatus
Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen

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