📷 Bild: Wikimedia Commons
Russische Kolonie Alexandrowka
russische Kolonie im Norden der Stadt Potsdam
Die russische Kolonie Alexandrowka liegt im Norden der Innenstadt von Potsdam und wurde von König Friedrich Wilhelm III. im Jahr 1826/28 gegründet. Sie entstand als Gedenkstätte für den verstorbenen Zar Alexander I. und diente als Zufluchtsort für zwölf russische Sänger, die nach dem Russisch-Preußischen Krieg 1812 in Potsdam blieben. Die Kolonie ist Teil der UNESCO-Weltkulturerbestätten Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin. Die Kolonie hat historische Bedeutung, da sie aus dem Überleben von 62 russischen Soldaten entstand, die nach dem napoleonischen Krieg in Preußen blieben. Der Chor dieser Soldaten wurde dem preußischen Garderegiment unterstellt und spielte eine Rolle im Krieg gegen Napoleon. 1826/28 wurden die ersten Bewohner in vollständig möblierte Häuser eingezogen, die nach russischem Vorbild errichtet wurden. Die Kolonie blieb bis 1926 im Privatbesitz der Hohenzollern. Die Anlage folgt einem Hippodrom-Layout mit einem Andreaskreuz in der Mitte. Die Gebäude sind Fachwerkhäuser mit vorgesetzten Holzstämmen, die den Eindruck russischer Blockhäuser erwecken. Jedes Gehöft besteht aus einem Wohnhaus mit Balkon und Loggia, verbunden mit einem Stallgebäude. Die Kolonie umfasst zwölf Gehöfte, ein Aufseherhaus und ein Haus bei der Kirche. Das Museum Alexandrowka in Haus Nr. 2 bietet Einblick in die Geschichte und Architektur der Siedlung.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Bauensemble
- Ort
- Potsdam
- Erbaut
- 1826
- Denkmalstatus
- Baudenkmal in Brandenburg
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