📷 Bild: Wikimedia Commons
Kloster Marienfließ
Kirchengebäude in Polen
Das Kloster Marienfließ liegt in Marianowo, einem Ort im Powiat Stargardzki der polnischen Woiwodschaft Westpommern. Es befindet sich 16 Kilometer nordöstlich von Stargard am Großen See, einem Seen- und Waldgebiet. Das Kloster wurde 1248 von Herzog Barnim I. gegründet, um Land zu besiedeln und zu bebauen. Es war Teil eines 8 km breiten Streifens Land, der sich über 35 km erstreckte und von verschiedenen Grundherren gestiftet wurde. Das Kloster war bis ins 16. Jahrhundert ein bedeutender Landbesitzer und hatte acht Dörfer unter seiner Verwaltung. Es wurde mehrfach durch Kämpfe zwischen Herzögen und Markgrafen beschädigt. 1569 wurde es zum Jungfrauenstift umgewandelt. 1619 wurde die adlige Sidonia von Borcke in einem Hexenprozess verurteilt und 1620 in Stettin hingerichtet. Im Dreißigjährigen Krieg wurden die Gebäude von Schweden besetzt und geplündert. 1730 lebten 13 unverheiratete Damen im Stift, die jeweils ein eigenes Haus bewohnten. Heute sind Teile der Klostergebäude erhalten und öffentlich zugänglich, andere werden bewohnt. Die historischen Räume umfassen ehemalige Wohngebäude, ein Hof und einen Teil des alten Archivs. Die Umgebung bietet Ausblicke auf den Großen See und die umliegenden Wälder. Die Nähe zu Stargard und dem Seenland ermöglicht Wanderungen und Radtouren. Die historischen Ereignisse und die Rolle des Klosters in der Region sind Teil der lokalen Kultur und Geschichte.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kirchengebäude, Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Marianowo
- Erbaut
- 1248
- Denkmalstatus
- Objekt des polnischen Kulturobjekt-Registers
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