Deutschordenskommende Ober-Flörsheim
Kloster in Deutschland
Die Deutschordenskommende Ober-Flörsheim war die südlichste Niederlassung der Ballei Hessen des Deutschen Ordens und lag im heutigen Rheinland-Pfalz. Sie entstand 1237, als das Kloster Hugshofen seinen Besitz in Ober-Flörsheim an die Deutschordensballei verkaufte. Die Kommende entwickelte sich zu einem Kloster mit Verwaltungssitz und landwirtschaftlichem Gut. Sie besaß bis 1506 die Herrschaft über den Ort und war wirtschaftlich bedeutend durch den Weinanbau. Die Kommende war bis ins 19. Jahrhundert ein zentraler Ort der Region. Sie besaß 1482 Morgen Land und war für den Deutschen Orden wirtschaftlich wichtig. Die Kommende blieb auch nach dem Verlust der Herrschaftsrechte bestehen. Im 18. Jahrhundert lebte der letzte Verwalter Heinrich Wilhelm Julius Alefeld dort, der als lutherischer Pfarrer amtierte. Seine Familie und Verwandten wurden in Ober-Flörsheim bestattet. Die ehemalige Kommende prägt das Stadtbild von Ober-Flörsheim. Das Komtureigebäude dient heute als Bürgerhaus und Heimatmuseum. Es wurde im 18. Jahrhundert als schlossartiges Gebäude errichtet. Die Schaffnerei, ein dreistöckiges Haus aus der Zeit um 1600, steht ebenfalls im Ort. Die Mauer der Kommende mit einem mittelalterlichen Torturm ist teilweise erhalten. Die Gebäude sind bis heute ein markantes Element der Stadt.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft, In commendam
- Ort
- Ober-Flörsheim
- Erbaut
- 1253
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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