Locus Felicis
ausgegrabene römischen Siedlung
Locus Felicis ist eine römische Siedlung und ein Straßenkastell im heutigen Niederösterreich, Bezirk Amstetten, Gemeinde Mauer-Öhling. Die Siedlung lag am rechten Ufer der Url, zwischen Mauer und Öhling, etwa zehn Kilometer von Wallsee entfernt. Sie war Teil der Limesstraße des östlichen Dukates und bildete mit dem Kastell Wallsee und dem Burgus von Sommerau einen Sperrriegel gegen germanische Angriffe. Die Lage war strategisch bedeutsam, da sie die Verbindungen zwischen Noricum und dem italischen Reich schützte. Die Siedlung war bis ins frühe Mittelalter besiedelt und zählt zu den bedeutendsten antiken Fundstätten Österreichs. Die spätantiken Befestigungsanlagen und der Fund eines Jupiter-Dolichenus-Tempels machten sie bekannt. Die römische Siedlung lag in der Provinz Noricum und gehörte zum Stadtterritorium von Lauriacum. Die Ausgrabungen der Österreichischen Limeskommission und moderne geophysikalische Methoden haben die Struktur und Funktion des Kastells erheblich erweitert. Im Zuge der diokletianischen Militärreform wurde das Binnenkastell massiv umgebaut und diente vermutlich als Nachschubdepot für die Limesgarnisonen. Die Festung war Teil der Verteidigungslinie entlang der Donau und schützte das ostnorische Voralpengebiet. Die Siedlung wurde im 3. Jahrhundert gegründet und entwickelte sich zu einer stark befestigten Befestigung. Die Anwesenheit eines Jupiter-Dolichenus-Tempels und die Münzen aus dem 3. Jahrhundert belegen die kulturelle und militärische Bedeutung der Siedlung.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Stadt, Archäologische Stätte
- Ort
- Amstetten
In der Nähe
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- Flur-/Wegkapelle637 m
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