Hünenburg Hemeln

📷 Bild: Wikimedia Commons

Landkreis GöttingenBezirk Landkreis Göttingen

Hünenburg Hemeln

archäologische Stätte in Deutschland

Die Hünenburg Hemeln ist eine abgegangene Wallburg aus der Frühzeit des Christentums, die sich auf der Erhebung Hünenkopf im Bramwald befindet. Sie liegt im südniedersächsischen Landkreis Göttingen, etwa 320 bis 370 Meter über dem Meeresspiegel. Die Anlage erstreckt sich über fast sieben Hektar und ist von Wald umgeben. Sie ist Teil der Weser-Region und liegt zwischen Hemeln und Glashütte, die beide zur Stadt Hann. Münden gehören. Die Hünenburg Hemeln war als Fliehburg in kriegerischen Zeiten ein Schutzort für die Bevölkerung. Sie war etwa 220 Meter breit und 440 Meter lang, mit einem Wall, der bis zu einen Kilometer um die Anlage führte. An der Ostseite war der Wall besonders stark ausgebaut, mit einem Spitzgraben von zwei Metern Tiefe und fünf Metern Breite. Das einzige Tor lag an der Südseite und verband die Anlage mit dem Ort Hemeln. Die Südseite war durch steile Hänge natürlicher Schutz. Besonders interessant ist die Ausgrabung von 1950, bei der ein fränkischer Reiter mit Schwert, Flügellanzenspitzen und Eisenkessel gefunden wurde. Eine Radiokohlenstoffdatierung aus dem Wall zeigt eine Entstehungszeit zwischen 130 und 470 n. Chr. Die Nutzung der Anlage setzte sich bis um das Jahr 800 fort. Die Hünenburg Hemeln ist ein wichtiges archäologisches Denkmal in der Region und bietet Einblicke in die Geschichte des Wesertals.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Archäologische Stätte
Ort
Hann. Münden
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Deutschland

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