📷 Bild: Wikimedia Commons
Ehem. jüdisches Bad "Mikwe"
Denkmalgeschütztes Objekt in Hohenems (56802)
Die Mikwe in Hohenems ist eine gut erhaltene, renovierte Einrichtung zur rituellen Reinigung im jüdischen Viertel der Stadt. Sie steht neben dem ehemaligen Schulhaus in der Schulgasse 1 und gehört zum unter Denkmalschutz stehenden ehemaligen Judenviertel. Die Mikwe ist die älteste bekannte und erhaltene Mikwe Österreichs und wurde 2010 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Mikwe wurde im 18. Jahrhundert errichtet und modernisiert, um eine komfortable Reinigungsanstalt zu bieten. Sie war beheizbar und nutzbar für Frauen, wobei das Grundwasser mit Warmwasser gemischt wurde. Bis in die 1920er-Jahre wurde sie genutzt, bis sie nach der „Arisierung“ des jüdischen Vermögens als Waschküche verkauft und teilweise verändert wurde. 1996 wurde das Becken wieder freigelegt, und 2009 wurde das Gebäude restauriert. Die Mikwe ist heute eine Außenstelle des jüdischen Museums und kann besichtigt werden. Das Bad selbst ist nicht öffentlich zugänglich, da es konservatorische Gründe bedarf. Das Gebäude ist ein schlichtes, eingeschossiges Haus mit Walmdach und Sandsteinfassungen. Das Tauchbecken ist mit Sandsteinplatten verkleidet und besitzt ein Tonnengewölbe. Neben dem Becken befand sich ein Brunnenschacht, der mit einem Pumpwerk ausgestattet war.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Mikwe
- Ort
- Hohenems
- Adresse
- Schulgasse 1, 6845 Hohenems
- Denkmalstatus
- Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
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