Landkreis NordwestmecklenburgBezirk Landkreis Nordwestmecklenburg

Schwedischer Distrikt Wismar

historisches Territorium

Der schwedische Distrikt Wismar war ein Dominion unter dem schwedischen Königshaus von 1648 bis 1903 und entsprach ungefähr den heutigen Grenzen der Stadt Wismar. Die ehemalige Hansestadt liegt an der Ostseeküste Deutschlands. Sie wurde erstmals 1628 von Schweden besetzt und wurde nach dem Westfälischen Frieden 1648 vollständig übernommen. Wismar wurde zur Verwaltungsmitte der schwedischen Besitzungen in Deutschland, wobei der schwedische Hof in der Fürstenhof eingerichtet wurde. Die Stadt wurde stark befestigt, wobei Field Marshal Erik Dahlbergh die Fortifikationen leitete. Wismar war während des Großen Nordischen Krieges von 1700 bis 1721 von einer Koalition aus dänischen, preußischen und hannoverschen Truppen besetzt. Dies führte zur Zerstörung der komplexen Verteidigungsanlagen. Nach dem Friedensvertrag von Frederiksborg wurde die Stadt wieder schwedisch. Doch mit dem Verlust von Nachbargebieten wie Bremen-Verden verlor Wismar an Bedeutung. 1803 verkaufte Schweden die Stadt an Mecklenburg-Schwerin, behielt jedoch das Rücktrittsrecht nach 100 Jahren. 1903 gab Schweden seine Ansprüche auf Wismar auf. Wismar zeichnet sich durch ein einzigartiges Architekturstil aus, der sich aus schwedischen und hansischen Baustilen zusammensetzt. Dieser sogenannte Backsteingotik ist in vielen Gebäuden der Stadt zu erkennen und wurde 2002 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Die Stätte wird gemeinsam mit Stralsund als Weltkulturerbe geschützt. Die architektonischen Merkmale spiegeln die Geschichte der Stadt und ihre Verbindung zu Schweden wider.

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Art
historische Verwaltungseinheit
Ort
Wismar
Erbaut
1648

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