Cappelle dei Marsi

📷 Slika: Wikimedia Commons

Cappelle dei Marsi

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Cappelle dei Marsi liegt als einziger Ortsteil mit etwa 800 Einwohnern im Osten der Abruzzen, eingebettet in die sanften Hänge der Piani Palentini auf 707 Metern Höhe. Das Dorf grenzt im Südwesten an den San-Felice-Gipfel im Salviano-Gebirge und im Nordosten an das Velino-Massiv, während im Süden der Hügel Cesolino aufragt. Durch den westlichen Teil fließt der Ràfia-Bach, der nahe Magliano de’ Marsi in den Salto mündet. Der Ort blickt auf eine bewegte Geschichte zurück: Schon die Equi und Marsi nutzten die Ebene als Grenzland, später prägten cisterciensische Mönche mit drei Kapellen das Bild. Im Mittelalter wechselte Cappelle mehrfach die Herrschaft zwischen Orsini und Colonna, bevor es sich im 16. Jahrhundert als eigenständige Gemeinde etablierte. Der verheerende Marsica-Bebens 1915 zerstörte das Dorf fast vollständig, doch es wurde wiederaufgebaut. Heute zeugen archäologische Funde wie die eisenzeitliche Festung San Giovanni d’Alizio oder die prähistorische Nekropole delle Ginestre von seiner langen Vergangenheit. Vor Ort locken historische Spuren und Natur: Die restaurierte Kirche San Nicola di Bari mit ihrem alten Orgelwerk steht im Zentrum, während auf dem San-Felice eine kleine Alpini-Kapelle an die mittelalterliche Kirche San Felice in Monticello erinnert. Die Grotte Palentine in den Bergen dienten einst Hirten und Partisanen als Versteck. Das Dorf selbst ist umgeben von einer lebendigen Industriezone entlang der Via Tiburtina Valeria, die seit den 1980ern gewachsen ist. Wanderwege führen durch die Piani Palentini, wo sich zwischen Cese dei Marsi und Cappelle die Felsnischen der Grotten öffnen.

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