Poutní kostel Klokoty
Die Wallfahrtskirche von Klokoty steht am westlichen Rand von Tábor in Südböhmen, auf einer Anhöhe über dem Tal der Lužnice. Marienverehrung ist an diesem Ort seit dem Mittelalter belegt, eine erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1361. Nach den Zerstörungen der Hussitenkriege wurde der Ort neu aufgebaut; 1679 übernahmen Benediktiner Klokoty und begannen 1701 mit dem barocken Neubau, der bis 1730 dauerte. Seit 2018 steht die Anlage als nationales Kulturdenkmal unter Schutz. Ungewöhnlich ist der Grundriss: Die Kirche folgt der Form eines Doppelkreuzes, um den Hof läuft ein Ambit, ein überdachter Kreuzgang mit Kapellen an den Ecken. Über dem Ganzen erheben sich zehn Türme und Türmchen, die als die zehn aneinandergelegten Finger der betenden Muttergottes gedeutet werden. Am Hochaltar hängt das Gnadenbild, eine Muttergottes von Klokoty, die der Prager Maler Johann Andreas Burger 1636 schuf; 1743 fasste der Prager Goldschmied František Seitz sie in einen silbernen Altar. Klokoty war über Jahrhunderte ein Ziel großer Wallfahrten, besonders zum Fest Mariä Himmelfahrt im August; im August 1945 kamen über 20.000 Pilger. Vor Ort führt der Weg vom Vorplatz durch den Ambit, dessen Kapellen und Wandbilder den Rundgang gliedern, in die Kirche mit ihrer barocken Ausstattung. Der Hügel liegt am Stadtrand und ist von Tábor aus zu Fuß erreichbar; die Innenräume sind an Gottesdienst- und Führungszeiten gebunden.
Odpiralni čas in cene vstopnic se spreminjajo glede na sezono, zato niso del tega besedila.
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