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Burg Oberdigisheim

Burg in Baden-Württemberg, Deutschland

Die Burg Oberdigisheim ist eine abgegangene Wasserburg im westlichen Teil des heutigen Stadtteils Oberdigisheim in Meßstetten, Zollernalbkreis. Sie lag im Flurbereich „Unter der Burg“ an der Breitenstraße und könnte neben der Straße nach Tieringen in „Steinstal“ eine weitere Burg beherbergt haben. Die Anlage war im 12. Jahrhundert von Herren von Digisheim erbaut worden, die später dem Patriziat der Reichsstadt Rottweil angehörten. Die Burg wurde 1141 erstmals erwähnt und wurde im 14. Jahrhundert aufgegeben. Die Burg war für die Sicherung der Straße im Eschental verantwortlich und hatte eine Besatzung aus Schützen, Knechten und Musketenschützen. Die Soldaten übten an Schießständen in Meßstetten und Tieringen. Die Produktion von Waffen und Schießpulver war in der Region stark entwickelt, wobei hochwertiger Stahl aus Neuenbürg im Schwarzwald und durch Schmuggel in Meßstetten geliefert wurde. Die Meßstetter Schmiede schufen Waffen aus manganhaltigem Stahl, der mit speziellen Verfahren hergestellt und veredelt wurde. Die Anlage umfasste Grabenreste in einem Rechteck von 36 mal 24 Meter, die an den Kohlstattbrunnenbach grenzten. Die Burganlage ist heute nicht mehr sichtbar, da der Graben größtenteils zugeschüttet wurde. Die Region um die Burg war ein Zentrum der Waffenherstellung und des Bergbaus, wobei Bohnerz und Sand aus der Urdonau gefördert wurden. Die wissenschaftlichen Ausgrabungen und Vermessungen haben die Lage der Burg und ihre Verbindungen zur Region weiter dokumentiert.

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Art
Burg
Ort
Oberdigisheim

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