Glomuci
archäologische Stätte bei Lommatzsch in Deutschland
To besedilo je zaenkrat na voljo samo v nemščini.
Der See Glomaci, auch Glomuci oder Zlomizi genannt, war das Hauptheiligtum der Daleminzier, eines elbslawischen Volkes. Er lag etwa zwei Kilometer nördlich von Lommatzsch, zwischen den Dörfern Paltzschen und Dörschnitz. Der See war Teil einer natürlichen Senke und lag nicht in deren Mitte, sondern neben der Straße Lommatzsch-Riesa. Seine Größe und Form variierten stark, wobei er bei hohem Wasserstand bis in den Ort Dörschnitz reichen konnte. Die Fläche betrug im 16. Jahrhundert etwa 360 mal 250 Meter. Der See war bis zur Christianisierung ein zentrales religiöses Zentrum und galt als Orakelsee. Laut Überlieferungen wurde er häufig aufgesucht, um Konsultationen durchzuführen. Der Dörschnitzer Pfarrer Johann David Pielitz berichtete 1744 über seine sonderbaren Eigenschaften. Der See war auch als Fischteich nutzbar und wurde im 18. Jahrhundert durch einen Abzugsgraben trockengelegt. Heute bildet der Seegraben die Flurgrenze zwischen den Orten. Der See war Teil einer heiligen Zone, die nach der Christianisierung weiterhin von der umliegenden Bauernschaft genutzt wurde. Die Fundleere im Seebereich spricht gegen Opferungen, eher war der See eine Tabuzone für Priester. Der See war auch Quelle der Brunnen in Altlommatzsch. Die religiöse Bedeutung des Sees ist durch verschiedene Sagen und Funde belegt, die auf eine animistische Lokalreligion der Sorben hinweisen.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Landkreis Meißen
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