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Kuffner-Sternwarte
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Die Kuffner-Sternwarte steht auf einer Anhöhe im Wiener Bezirk Ottakring und ist eine der wenigen noch erhaltenen historischen Volkssternwarten Europas. Erbaut zwischen 1884 und 1886 nach Plänen von Franz von Neumann, diente sie zunächst als privates Forschungsinstitut unter der Leitung von Norbert Herz. Finanziert wurde sie vom Bierbrauer Moriz von Kuffner, der mit modernster Ausstattung ein internationales astronomisches Zentrum schuf. Noch heute beherbergt sie vier bedeutende Instrumente aus dem 19. Jahrhundert, darunter den weltweit größten Heliometer und den damals größten Meridiankreis der Monarchie. Die Sternwarte blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück: Nach finanziellen Schwierigkeiten im Ersten Weltkrieg und der Enteignung durch die Nationalsozialisten wurde sie 1947 wiedereröffnet und später in eine Bildungsstätte umgewandelt. Seit 1982 wird sie von einem Verein betrieben, der sie vor dem Verfall rettete und zu einem lebendigen Ort der astronomischen Weiterbildung machte. Mit über 100.000 Arbeitsstunden und bis zu 7000 Besuchern jährlich konnte der Verein die Stadt Wien von der Bedeutung des Observatoriums überzeugen, das heute unter Denkmalschutz steht. Vor Ort erwartet Besucher ein vielfältiges Programm: Neben klassischen Sternführungen und Vorträgen zu Astronomie und Astrophysik können die historischen Teleskope besichtigt werden. Bei klarem Wetter ermöglichen die Instrumente – darunter der Große Refraktor von 1886 – Beobachtungen des Nachthimmels. Für Schulen und Lehrkräfte werden spezielle Projekte und Fortbildungen angeboten. Die Sternwarte engagiert sich zudem im Kampf gegen Lichtverschmutzung und unterstützt Lichtschutzgebiete wie die Sternlichtoase Großmugl.
Otváracie hodiny a vstupné sa menia podľa sezóny, preto nie sú súčasťou tohto textu. Aktuálne údaje u prevádzkovateľa
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