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Salgóvár
Burg in Ungarn
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Salgóvár thront auf einem 730 Meter hohen Felsgipfel im Börzsöny-Gebirge, etwa anderthalb Stunden Wanderweg von Perőcsény entfernt. Der Ort liegt im Komitat Pest und ist nicht mit dem gleichnamigen Schloss im Nachbar-Komitat Nógrád zu verwechseln. Der Bau des Burgzentrums geht auf Mitglieder des Geschlechts Hontpázmány zurück, die es nach dem Tatarensturm der Jahre 1241–1242 als Herrschaftssitz errichten ließen. Im frühen 14. Jahrhundert musste die Familie dem mächtigen Oligarchen Csák Máté weichen, der weite Teile Oberungarns kontrollierte. Erst nach dessen Tod 1321 gelangte die Anlage wieder unter königliche Kontrolle. 1331 wird Dabi Demeter als Burghauptmann genannt, doch die eigentlichen Besitzer, die Familie Szécsényi, hielten sich selten hier auf und bevorzugten ihre Burg bei Hollókő. Der Niedergang begann unter Salgói Miklós, der wegen Falschmünzerei und Ehebruchs mit der Frau des Barons Garai János 1424 zu ewiger Verbannung verurteilt wurde; zwei seiner Burgen, darunter Salgó, ließ der König schleifen. Heute führt ein Wanderpfad durch den dichten Wald des Börzsöny zum zerklüfteten Gipfel, wo Mauerreste und umgestürzte Steinblöcke von der einstigen Wehranlage zeugen. Der Blick fällt über das umliegende Mittelgebirge, während der steile Aufstieg durch moosbewachsene Felsen und lichte Buchenwälder führt. Die Stille des Ortes wird nur vom Wind und dem Ruf der Raben durchbrochen, die einst als Wappentiere der Burg galten.
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- Art
- Burg
- Ort
- Perőcsény
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