Musei · Sabres
Écomusée de Marquèze
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Der Écomusée de Marquèze liegt in der Gemeinde Sabres im Département Landes, mitten im Regionalen Naturpark der Landes de Gascogne. Es ist ein Freilichtmuseum, das ein sogenanntes Quartier der Haute Lande zeigt — eine Gruppe von Höfen rund um einen Airial, jene weite, von jahrhundertealten Eichen beschattete Rasenfläche, die für diese Landschaft typisch ist. Das Gelände umfasst 25 Hektar.
Eröffnet wurde die Anlage 1970 und gehört damit zu den ersten Ökomuseen Frankreichs. Sie erzählt vom Leben vor der großen Umwälzung: Bis zum Gesetz vom 19. Juni 1857 war die Grande Lande eine baumlose Heide, auf der Schäfer auf Stelzen ihre Herden hüteten; danach wurde sie in wenigen Jahrzehnten mit Kiefern bepflanzt und in den größten zusammenhängenden Wald Europas verwandelt. Zu sehen sind Wohnhäuser mit Fachwerk, Scheunen, Schafställe, Backhäuser und eine Wassermühle; Bauholz einzelner Häuser stammt in Teilen aus dem 13. Jahrhundert. Marquèze ist seit dem 1. Februar 2003 als Musée de France anerkannt und bildet zusammen mit der Harzwerkstatt in Luxey und dem Museum in Moustey den Écomusée de la Grande Lande.
Erreichbar ist das Gelände ausschließlich mit einem historischen Zug: Vom Bahnhof Sabres geht es vier Kilometer weit in etwa zehn Minuten durch den Wald, in Wagen der früheren Strecke Montpellier–Palavas aus den Jahren 1903 bis 1910. Vor Ort wird vorgeführt statt nur ausgestellt — Backen, Harzgewinnung, Schafhaltung. Geöffnet ist in der wärmeren Jahreshälfte.
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