Sachsen und Thüringen

Besucherbergwerk Schwarze Crux

Die Schwarze Crux bei Vesser, unweit von Schmiedefeld am Rennsteig, ist Besucherbergwerk und Bergbaumuseum in einem. Anders als in den bekannten Silberrevieren ging es hier um Eisenerz: Rund 90 Prozent der Mineralisierung bestehen aus Magnetit. Im 19. Jahrhundert war die Lagerstätte erschöpft und der Betrieb wurde eingestellt. Die Geschichte der Grube ist ein Beispiel dafür, wie Bergbau auf Umwegen zu seinem eigentlichen Fund kommt. Zunächst baute man in den benachbarten Gruben Rote Crux und Gelbe Crux Roteisenstein ab. Erst im Tiefen Gloria Stollen wurde die Magnetit-Lagerstätte beim Bergbau auf Roteisenstein etwa 40 Meter tiefer unterfahren und damit überhaupt erst erschlossen. Fünf der Lager erwiesen sich als wirtschaftlich nutzbar, bei einer größten Mächtigkeit von acht Metern und einer Länge von 200 Metern. Nach 1990 wurde der alte Marienschacht II zum Besucherbergwerk umgebaut. Der Rundgang dauert etwa 40 Minuten und führt bis in 36 Meter Tiefe; erklärt werden Geologie, Erzführung und die Abbautechniken der verschiedenen Epochen. Das Museum über Tage ergänzt den untertägigen Teil, eine Gaststätte gehört dazu. Geöffnet ist ganzjährig, was die Schwarze Crux auch zu einem brauchbaren Schlechtwetterziel im Thüringer Wald macht.

Orari e prezzi cambiano con la stagione e per questo non compaiono in questo testo.

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