Föllim
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Föllim ist ein kleines Dorf in der Gemeinde Poysdorf im Weinviertel, nordöstlich von Niederösterreich. Es liegt am südwestlichen Hang der Falkensteiner Berge auf 278 Metern Höhe und gehört zum Bezirk Mistelbach. Mit nur 167 Einwohnern und einer Fläche von 4,29 Quadratkilometern, davon 6,54 Hektar Weinbaufläche, zählt es zu den typischen ländlichen Orten ohne eigene Nahversorgung. Bis 1970 war Föllim eine eigenständige Gemeinde, bevor es nach Poysdorf eingemeindet wurde. Der Ort blickt auf eine lange Geschichte zurück, erstmals erwähnt 1254 als „Velben bei Steutz“ und dem Kloster Heiligenkreuz geschenkt. Der Name leitet sich vermutlich von „Velve“ ab, was Weidenbaum bedeutet. Im Zweiten Weltkrieg erlitt Föllim schwere Zerstörungen durch Kampfhandlungen zwischen SS und sowjetischer Armee, bei denen über 30 sowjetische Soldaten, 12 Deutsche und sechs Zivilisten starben. Rund 60 Prozent der Häuser wurden beschädigt oder zerstört. Wirtschaftlich geprägt ist der Ort durch Weinbau, Landwirtschaft und Viehzucht, während der öffentliche Verkehr nur dreimal täglich mit dem Bus bedient wird. Vor Ort beeindruckt vor allem die Filialkirche zum hl. Herz Mariens mit ihrem Friedhof. Ein besonderes Naturjuwel ist der Trockenrasen am Kranawettberg, der als Naturdenkmal geschützt ist. Im Dorfzentrum findet sich eine Kuriosität: die „Weltachsenschmierordnung“, die humorvoll regelt, wer die mythologische Weltachse zu schmieren hat. Von der einstigen Burg steht nur noch ein kleiner Turm, während das moderne Dorfzentrum mit einer Weltkugel als Wahrzeichen aufwartet.
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