Flottenkastell Alteburg
archäologische Stätte in Deutschland
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Das Flottenkastell Alteburg war ein römisches Militärlager im heutigen Köln-Marienburg, das als Hauptquartier der Classis Germanica diente. Es lag auf einer Flussterrasse südlich des heutigen Kölns, etwa acht Meter über der Rheinaue. Die Lage wurde durch umliegende Straßen und Gelände definiert, und die Ausgrabungen von 1926 bis 1927 sowie 1995/96 und 1998 ergaben wichtige Erkenntnisse über die Struktur und Geschichte des Lagers. Das Flottenkastell war ein zentraler Standort für die römische Rhein-Flotte und hatte eine Fläche von rund 16 Hektar. Es war in mehreren Bauphasen errichtet worden, wobei die spätere Steinbauphase eine Mauer aus Opus caementicium und einen Spitzgraben umfasste. Innerhalb des Lagers gab es Kasernen, Baracken mit Fußböden aus Stampflehm und später Fachwerkgebäuden, sowie ein großes Principia, das als Stabsgebäude vermutet wird. Zudem wurden handwerkliche Aktivitäten wie Metallgießen und Segelherstellung nachgewiesen. Das Lager war von einem Vicus umgeben, einer Zivilsiedlung mit Händlern, Handwerkern und Soldatenfamilien. Vor dem Westtor befand sich eine Mansio, und in der Nähe lagen Gräberfelder. Die Ausgrabungen zeigten, dass das Lager um die Mitte des dritten Jahrhunderts endete, wobei die genaue Ursache des Verfalls noch unklar ist.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Germania inferior
- Denkmalstatus
- Teil einer UNESCO Welterbestätte
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