📷 Immagine: Wikimedia Commons
Burg Friedland
archäologische Stätte in Deutschland
Die Burg Friedland war eine mittelalterliche Höhenburg in Friedland, Landkreis Göttingen, Niedersachsen. Sie wurde um 1280 auf einer Erhebung im Leinetal errichtet und diente der Sicherung des welfischen Einflussgebietes an der Grenze zu Hessen und Thüringen. Die Burg lag strategisch günstig, von der aus das Leinetal kontrolliert werden konnte. Sie stand am Rande der Steilkante des Hagenbergs und war nur wenige hundert Meter von der Grenze zu Hessen entfernt. Die Burg war ein wichtiger Verwaltungs- und Gerichtssitz, wo der Vogt der Welfen mit seiner Familie und dem Gesinde lebte. Sie war auch als Grenzburg bekannt, da sie den welfischen Anspruch auf das obere Leinetal unterstrich. Im 14. Jahrhundert wurde sie zu einem „Raubritternest“, weshalb Herzog Otto I. den Landfrieden brach. Die Burg wurde 1625 im Dreißigjährigen Krieg zerstört und ihr Steinmaterial später für den Bau von Amtsgebäuden genutzt. Heute sind noch Wälle und ein Mauerrest der Burganlage im Wald zu erkennen. Die Burgstelle liegt inmitten eines Waldgebiets, von dem aus man das Leinetal und die Madeburg gegenüber sieht. Die Siedlung Friedland entwickelte sich unterhalb der Burg aus einem Vorwerk und einer Wassermühle. Das Dorf blieb kleinbäuerlich und hatte keine Marktrechtrechte, da das Klostergut Mariengarten nahe lag. Die Ausgrabungen im Jahr 1970 fanden auf dem Burghügel statt und zeigten Reste aus dem 13. und 16. Jahrhundert.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Friedland
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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