📷 Immagine: Wikimedia Commons
Museum Friedland
Museum zur Geschichte des Grenzdurchgangslagers Friedland in Niedersachsen
Das Museum Friedland liegt in der Stadt Friedland im niedersächsischen Landkreis Aurich. Es ist in einem historischen Bahnhofgebäude untergebracht, das seit 1890 besteht und als wichtiger Anlaufpunkt für das Grenzdurchgangslager diente. Das Museum dokumentiert die Geschichte des Lagers, das seit 1945 bestand und bis heute über vier Millionen Menschen durchquert hat. Es wurde 2016 eröffnet und hat im ersten Jahr rund 16.000 Besucher gezählt. Das Museum vermittelt die komplexen Prozesse der Migration und Identität anhand von über 400 Exponaten, multimedialen Präsentationen und persönlichen Geschichten. Die Dauerausstellung „Fluchtpunkt Friedland“ thematisiert Abschied, Ankunft und Neubeginn sowie Menschenrechte und Asyl. Die Sammlung umfasst persönliche Gegenstände, Dokumente und mehr als 200 Video-Interviews mit Zeitzeugen. Ein neues Erweiterungsgebäude mit 1.700 m² Nutzfläche wird 2025 fertiggestellt und soll als Besucherzentrum dienen. Das Museum bietet Ausstellungen, Projekte und pädagogische Angebote an, die gesellschaftliche Teilhabe und Diskussionen über Grenzen und Zugehörigkeit fördern. Die Sammlung wird kontinuierlich erweitert und wissenschaftlich bearbeitet. Auf dem Lagergelände steht eine Nissenhütte, die für Sonderausstellungen genutzt wird. Das Museum wurde 2024 mit dem ZukunftGut-Preis und 2025 mit dem Weimarer-Dreieck-Preis ausgezeichnet.
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- Art
- Museum, Migrationsmuseum
- Ort
- Friedland
- Erbaut
- 2016
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