Quelltuff
Der Quelltuff bei Lingenau ist ein Beispiel für Gestein, das noch heute entsteht. Ein kalkreicher Quellbach gibt beim Austritt Kohlendioxid ab, dabei fällt gelöster Kalk aus und lagert sich auf Moosen, Zweigen und Blättern ab. So hat sich über eine Höhe von mehr als 40 Metern eine massive Wand aus Quelltuff, auch Kalksinter oder Travertin genannt, aufgebaut. Der Prozess begann in der Späteiszeit und läuft weiter. Das poröse, leichte Gestein war in Lingenau kein bloßes Naturschauspiel, sondern Baumaterial. Die Kapelle hl. Anna auf dem Felde außerhalb des Dorfes an der Straße nach Müselbach, 1722 in reinem Barockstil vom Lingenauer Baumeister Konrad Nussbaumer zusammen mit dem Zimmermeister Konrad Bilgeri errichtet, besteht aus Quelltuffstein; 1894 wurde ihr Inneres restauriert, mit Gemälden von Jakob Bertle. Erschlossen ist der Quelltuff durch einen Naturlehrpfad, der die Tuffnase von unten und im Aufstieg zugänglich macht. Lingenau selbst liegt auf 685 Metern im Bregenzerwald, gut ein Drittel des Gemeindegebiets ist bewaldet. Der Weg ist eine kurze Sache und lässt sich gut mit einem Abstecher zur Anna-Kapelle verbinden – in der schneefreien Jahreszeit die naheliegende Wahl.
Orari e prezzi cambiano con la stagione e per questo non compaiono in questo testo.
Nelle vicinanze
- Kapelle hl. Anna auf dem Felde180 m
- Bregenzerwälder Käsekeller308 m
- KäseStrasse Bregenzerwald308 m
- Lingenauer Quelltuff466 m
- ehem. Versorgungsheim Lingenau, Wohnheim der Vorarlberger Lebenshilfe655 m
- Pfarrhof835 m
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