Mähren

Hrad Děvičky (Dívčí hrady)

Die Ruine der Maidenburg, tschechisch Děvičky oder Dívčí hrady, liegt auf dem Děvín, dem höchsten Gipfel der Pollauer Berge in Südmähren. Von dem lang gestreckten Kalksteinkamm über den Weinbergen und dem Stausee Nové Mlýny sind die erhaltenen Umfassungsmauern schon von weitem zu erkennen. Erstmals erwähnt wird die Höhenburg 1222 unter dem Namen „Dewiczky“ als Grenzburg in königlichem Besitz. Als erster bekannter Burggraf gilt Stephan von Mödlau, der Gründer der Adelsfamilie Pernstein. Der ursprüngliche Bau bestand wahrscheinlich aus Holz; unter König Wenzel III. wurde die Anlage Ende des 13. Jahrhunderts erneuert und zur Zeit der Ersten Wiener Türkenbelagerung 1529 verstärkt. 1572 kaufte Adam von Dietrichstein die Maidenburg zusammen mit der benachbarten Burg Waisenstein, sein Sohn Sigismund liess sie wieder aufbauen. Im Dreissigjährigen Krieg besetzten schwedische Truppen die Burg, die nach ihrem Sieg in der Schlacht bei Jankau das Gebiet bis vor Wien beherrschten. Beim Abzug wurde die Anlage geplündert und in Brand gesteckt; seither ist sie Ruine. Erreichbar ist sie zu Fuss: entweder vom Bahnhof in Popice über einen rot markierten Wanderweg oder auf dem kürzeren, grün markierten Weg vom Parkplatz in Pavlov aus.

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