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Collegium Virginum
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Das Haller Damenstift war ein historisches Stift in Hall in Tirol, das von 1567 bis 1783 bestand. Es entstand auf dem Gelände der ehemaligen Burg Sparberegg, die zuvor als Münzprägestätte diente. Die Stiftsanlage mit ihrer Kirche wurde von den italienischen Baumeistern Giovanni und Alberto Lucchese im Renaissancestil errichtet. Die Herz-Jesu-Basilika, einst Stiftskirche, prägt bis heute das Stadtbild. Das Stift bot adligen Damen ein beschauliches Leben und verfügte über beträchtlichen Besitz, darunter die Herrschaft Lienz mit mehreren Gerichten. Die Jesuiten übernahmen die geistliche Leitung und gestalteten die Anlage barock um. Nach der Aufhebung durch Kaiser Josef II. diente das Gebäude zeitweise als Spital, bis es 1912 wieder kirchlichen Zwecken zugeführt wurde. Heute beherbergt die ehemalige Stiftsanlage ein Kloster der Filles du Sacré Coeur, deren Mitglieder wegen ihrer weißen Ordenstracht im Volksmund „Weiße Tauben“ genannt werden. Die Basilika und das Stiftsgebäude sind weiterhin prägende Bauwerke in Hall und zeugen von der wechselvollen Geschichte des Ortes.
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