Théâtre de Neuve
ehemaliges Theater und Opernhaus in Genf, Schweiz (1783–1879)
Das Théâtre de Neuve war ein Theater in Genf, der Republic of Geneva. Es wurde 1783 als neues Steinbauwerk errichtet, entworfen von Pierre-David Matthey. Das Gebäude hatte drei Etagen mit Kasten um die Orchesterplätze und eine Zuschauerkapazität von 1000 Personen. Die Bühne war jedoch eng, und das Orchestergraben konnte nur 30 Musiker beherbergen. Das Theater war während der politischen Unruhen kurz vor der Französischen Revolution für die Unterhaltung fremder Offiziere bestimmt, wobei die Sitzplätze hauptsächlich für Förderer und Gesellschafter reserviert waren. Die Bevölkerung von Genf hatte daher kaum Zugang zu den Aufführungen. Das Theater blieb bis weniger als ein Jahrhundert bestehen und wurde mehrfach geschlossen, zunächst als revolutionäres Clubhaus und später als Baumwollspinnerei genutzt. Das Théâtre de Neuve öffnete 1817 wieder und erweiterte seine Zuschauerschaft und Repertoire. Es beherbergte Werke zeitgenössischer Komponisten wie Rossini, Donizetti, Auber, Meyerbeer, Beethoven und Weber. Wagner war mit seiner „Tannhäuser“-Aufführung bereits in Genf zu hören, lange bevor sie in Paris gespielt wurde. Die Aufführungen umfassten oft Komödie, Vaudeville, Operette und gelegentlich ambitionanere Werke. Der Fokus lag meist auf französischen Repertoires, wobei „Faust“ häufiger auftrat als „La fille de Madame Angot“.
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- Art
- Theatergebäude, zerstörtes Gebäude oder Bauwerk
- Ort
- Genf
- Adresse
- place de la porte Neuve, à l’entrée du parc des Bastions
A közelben
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